Therapie

Bei meiner hautärztlichen Tätigkeit wurde mir bewußt, dass die Hauterkrankung
oft nur das Symptom darstellt und die Ursache in inneren körperlichen und
seelischen Problemen liegt. Eine nur äußerliche Behandlung der Haut ist dann
zu oberflächlich und nicht ausreichend. Hier ist ein ganzheitlicher Ansatz nötig,
den die Chinesische Medizin bietet.

 

[1] Die Chinesische Medizin

[2] Anwendungsgebiete

[3] Behandlungsablauf

[4] Hauterkrankungen - ganzheitlich behandeln

[5] Westliche und chinesische Medizin

 

 



1. Die Chinesische Medizin

Im Gegensatz zu westlichen ganzheitlichen Medizinsystemen (Homöopathie
und Anthroposophie) bietet mir die Chinesische Medizin als Jahrtausende alte
Heiltradition mit ihrer „5-Säulen-Therapie“ die meisten Therapiemöglichkeiten.

Im Westen wird die Chinesische Medizin oft fälschlicherweise mit Akupunktur
gleichgesetzt. In der praktischen Ausübung entfallen jedoch auf die Behand
lung
mit chinesischen Heilkräutern 80%. Die verbleibenden 20% teilen sich unter
Akupunktur, Tuina, Ernährungsberatung und Qigong auf.
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Die 5 Säulen der Therapie

Chinesische
Heilkräuter
Akupunktur Tuina
(Massagetechnik)
Ernährungs-
beratung
Qi Gong

 

 


 

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2. Anwendungsgebiete

Die nachfolgende Auflistung kann nur eine Auswahl bieten, Einzelheiten
sollten immer in einem persönlichen Gespräch geklärt werden.

Psychosomatische Erkrankungen bei fehlenden Befunden im Sinne der
westlichen Medizin

Allgemeine Erschöpfung, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Kopfschmerzen
und Migräne, Infektanfälligkeit, Stimmungsschwankungen

Hauterkankungen
Neurodermitis, Akne (z. B. nach Absetzen der Pille), Schuppenflechte,
Hautausschläge unklarer Ursache, immer wieder auftretende Ekzeme,
häufiger Herpes, Aphthenbildungen im Mund, Rosacea, stark
trockene Haut u.a.

Atemwegserkrankungen
Chronische Nebenhöhlenentzündungen, Heuschnupfen/Fließschnupfen,
Halsschmerzen, Bronchitis, Asthma

Gynäkologische / urologische Erkrankungen
Zyklusanomalien, Schmerzen vor oder während der Periode, starke
Periodenblutungen, Wechseljahrprobleme, immer wieder auftretende
Scheidenpilzinfektionen und Blasenentzündungen, Prostatabeschwerden

Magen-Darm-Erkrankungen
Aufstoßen, Völlegefühl, Magenschmerzen sowie Druck an den Rippenbögen,
Durchfall oder Verstopfung

Erkrankungen des Bewegungsapparates
Wirbelsäulen-, Knochen- und Gelenkbeschwerden, Weichteilprobleme

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3. Behandlungsablauf

>> Erstgespräch:
- Dauer: mindestens 1 Stunde
- Schilderung der aktuellen Beschwerden sowie aller Erkrankungen und
- Operationen seit der Geburt. Besonders wichtig sind immer wieder
- auftretende Infekte der Nebenhöhlen, des Halses, der Bronchien oder
- des Urogenitalbereichs. Auch sämtliche vegetative Funktionen werden
- erfasst. Von großer Bedeutung ist dann die Schilderung des
- seelisch-emotionalen Befindens im beruflichen und privaten Bereich.
- Abschließend erfolgt Puls- und Zungendiagnostik.

>> Behandlungsbeginn:
- Nach Analyse des Erstgespräches und Diagnosestellung entscheide ich,
- welche Therapieverfahren sinnvoll und wirksam sind. Der Patient erhält
- z. B. ein individuell auf ihn abgestimmtes Rezept mit chinesischen Heilkräutern
- für Tees, Tinkturen oder Cremes. In Ergänzung erfolgt Ernährungsberatung
- und gegebenenfalls eine manuelle Therapie.

>> Therapiekontrolle:
- In der Praxis: Kontrollgespräch einschließlich Puls- und Zungendiagnostik im
- Abstand von 4-6 Wochen, Dauer: 20-30 Minuten

Wichtig ist, daß der Patient lernt, sich und seine Reaktionen zu beobachten und
auf seinen Körper zu achten.

Selbstverständlich werden auch Befunde der „westlichen“ Medizin in die
Behandlung mit einbezogen.

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4. Hautkrankheiten - ganzheitlich behandeln

Die Haut ist unser größtes Organ und stellt unsere Verbindung zur Außenwelt dar.
Gleichzeitig setzt sie sich als Schleimhaut im Körperinneren fort (Augen,
Nebenhöhlen, Nase, Speiseröhre, Bronchien, Magen, Darm, Gebärmutter, Blase
und Gelenke). Sie ist somit das einzige Organ unseres Körpers, das sowohl
äußeren als auch inneren Einflüssen ausgesetzt ist. Hieraus ergibt sich klar,
dass Wechselwirkungen zwischen Haut und Schleimhaut bestehen und eine
Behandlung von Hauterkrankungen nur durch äußerliche Anwendung von Salben
und Cremes oftmals zu oberflächlich ist.

Die Hauterkrankung stellt oft nur das Symptom dar, die Ursachen liegen tiefer.
Auch emotional-seelische Prozesse sollten beachtet werden, um den Menschen
in seiner Gesamtheit zu erfassen. Im Rahmen dieses ganzheitlichen Denkens
spielt das spezielle Fachgebiet des Arztes eine untergeordnete Rolle.
Entscheidend ist die Sicht auf den Menschen in seiner Ganzheit.

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5. Westliche und chinesische Medizin – in welchem Verhältnis
stehen sie zueinander?


Die westliche Medizin orientiert sich an Laborwerten, Röntgenbildern, mikroskopischen
Gewebebefunden usw. Im Rahmen des medizinischen Fortschrittes gelingt es so,
Krankheiten sehr früh und genau zu erkennen und Therapiemöglichkeiten zu entwickeln,
was sehr segensreich ist.

Fehlen jedoch solche fassbaren Befunde und der Mensch fühlt sich dennoch
krank, so gelangt die westliche Medizin oft an ihre Grenzen. Hier hilft der
ganzheitliche Ansatz der Chinesischen Medizin, doch noch Therapiekonzepte
aufzuzeigen.

Der naturwissenschaftlich-technische Ansatz der westlichen Medizin wird durch
die ganzheitliche Sichtweise der Chinesischen Medizin ergänzt. In diesem komplementären,
nicht alternativen Ansatz beider Medizinsysteme sehe ich meine Aufgabe.

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